Whisky-Steine

Kommen wir zu meinem Liebling-Thema. Kaum hat Facebook spitz bekommen, dass man Beiträge zum Thema Whisky postet, schon erscheinen Anzeigen zu Whisky-Steinen. Hat man dazu wie ich noch ein Blog, wird man mit Werbung von Herstellern aus China geradezu zugeschissen.

Warum das Ganze? Weil offensichtlich immer noch viele Leute der Meinung sind, man trinkt Whisky „on the rocks“, also auf Eis. Und weil das Eis ja den Whisky verwässert, gibt es die Whisky-Steine aus Speckstein und anderen lebensmittelechten Materialien, die man ins Tiefkühlfach legt und den Whisky dann damit kühlt.

Das Problem dabei ist allerdings nicht das im Eis gebundene Wasser, sondern die Kälte. Eure Geschmacksnerven sitzen im Mund und sind auf Körpertemperatur geeicht, nicht auf den Kühlschrank. Wenn Ihr euren Whisky kühlt, schmeckt Ihr einfach nur weniger davon.

Das Verwässern macht dagegen (meistens) nichts, eher im Gegenteil. Die Zugabe von Wasser öffnet den Whisky, löst flüchtige Duftstoffe wie fruchtig-blumige Ester-Verbindungen und sorgt für eine bessere Riechbarkeit der Aromen. Auch den Geschmack von hochprozentigem (46% plus) Whisky kann die Zugabe von Wasser verbessern oder zumindest angenehmer gestalten. Das hängt allerdings stark vom jeweiligen Whisky ab und es muss jeder für sich selbst herausfinden, wie er seinen Whisky am liebsten trinkt.

Whisky-Steine lösen also kein Problem, sie sind eines. Falls Ihr trotzdem welche haben wollt, findet Ihr sie in vielfältigen Ausführungen, aus Speckstein, Onyx, Edelstahl, …