Single Malt Whisky

Malt Whisky

Whisky darf sich alles nennen, was aus Getreide und Wasser destilliert wird. Der amerikanische „Bourbon“ z.B. ist aus Mais, der „Rye“ aus Roggen und Whisky aus (ungemälzter) Gerste nennt man „Grain“. Für den „Malt“ verwendet man gemälzte Gerste, also Gerste, die durch Wasserzugabe zum Keimen gebracht wurde. Der Geschmack des Whisky verbessert sich dadurch enorm, er wird runder und weicher. Durch das Trocknen der gekeimten Gerste über Torffeuern kann man für zusätzliche Geschmacksstoffe sorgen.

Die Herstellung von Malt Whisky ist wesentlich aufwendiger als die Herstellung von reinem Grain Whisky. Grain Whisky kann in billigeren und effektiveren Destilliergeräten (sog. „patent stills“ oder nach ihrem Erfinder „Coffey stills“) hergestellt werden und reift schneller, da er weniger gelöste Bestandteile enthält. Malt Whisky dagegen wird in aufwendigen Kupfer-Brennkesseln („pot stills“) gebrannt und wird in der Regel 10 Jahre und mehr in Holzfässern gelagert. Das macht ihn besser, aber auch teurer.

Single Malt

Wodurch wird der Malt zum Single? Besteht der Whisky aus reinem Malt, ist aber aus mehreren Brennereien gemischt, so nennt man ihn „Pure Malt“ oder „Vatted Malt“. Kommt er nur aus einer einzigen Brennerei, nennt man ihn „Single Malt“.

Trotzdem ist auch ein Single Malt immer aus mehreren Jahrgängen einer Brennerei zusammengemischt, um einen einheitlichen Geschmack für die Marke zu erreichen. Das auf dem Etikett angegebenen Alter bezieht sich dabei immer auf den jüngsten Malt in der Mischung.

Einzelne Fässer unterscheiden sich immer im Geschmack, da dieser von vielen Faktoren wie dem Holz des Fasses, der während der Lagerung erfolgten Verdunstung, der Destillation an sich und vielem mehr abhängt.

Blended Whisky

Das Gegenstück zum Single Malt Whisky ist der „Blended Whisky“. Er ist eine Mischung aus mehreren, oft 30 oder mehr Whiskysorten, um immer einen einheitlichen Geschmack zu erhalten. Dabei gibt es meist einen oder zwei „Lead Whisky“, hochwertige Single Malts, die für den individuellen Geschmack und die Weichheit der Mischung sorgen. Weitere Single Malts runden den Geschmack ab, die Mischung wird dann mit einem Grain Whisky „verdünnt“.

Beispiele für Blended Whiskys und ihren Lead Whisky sind z.B. „Johnnie Walker Red Label“ mit Cardhu oder „Chivas Regal 12 years“ mit dem exzellenten Strathisla.