Wood Finishing

Laut Gesetz muss Whisky mindestens drei Jahre gereift sein. Markenwhisky ist aber selten unter 10 Jahren zu bekommen. Die meisten Abfüllungen gibt es wohl mit 12 Jahren, weitere übliche Altersstufen sind 15, 17, 21, 25 und 30 Jahre. Mit zunehmendem Alter wird der Whisky meist sanfter, leider nimmt auch der Preis zu.

Altersangabe

Die Altersangabe auf dem Etikett bezeichnet immer den jüngsten in der Mischung enthaltenen Whisky. In einem 12-jährigen kann also durchaus auch ein 21-jähriger enthalten sein. Steht einmal keine Altersangabe auf dem Etikett, so ist Vorsicht geboten. Mit ziemlicher Sicherheit handelt es sich dabei dann um einen noch nicht so lange gelagerten Whisky, der meist günstiger angeboten werden kann. Das heißt zwar nicht, dass er automatisch schlechter schmecken muss, er dürfte aber wesentlich unreifer sein. Manche Brennereien, z.B. Glenrothes, füllen grundsätzlich nur Jahrgangswhiskys ab. Auf dem Etikett steht dann beispielsweise „1989“, was das Destillationsjahr bezeichnet. Klein steht dann meist das Abfüllungsjahr („Bottled in …“), woraus sich dann in der Differenz das Alter ergibt.

Wood Finishing

In letzter Zeit ist es in Mode gekommen, den Whisky nach der normalen Reifung in den „neutralen“ Eichenfässern zusätzlich in Fässern nachreifen zu lassen, in denen vorher diverse Weine gelagert wurden. Das kann Rot- oder Weisswein sein, aber eben auch Sherry, Portwein, Madeira oder sogar Cognac. Der Geschmack dieser Weine verbindet sich dann mit dem Geschmack des Whiskys zu einer mehr oder weniger gelungenen Mischung. ein gutes Beispiel dieser Modeerscheinung ist die Glemorangie „Wood Range“, die es als Sherry Wood Finish, Port Wood Finish und Madeira Wood Finish gibt. Im Vergleich zum normalen 10-jährigen Glenmorangie ergibt sich dann eine schöne Möglichkeit, den Einfluss der Nachreifung zu schmecken.