Darren

Die fertig gemälzte Gerste wird auf dem „Kiln“ (Darrboden) auf einem Rost ausgebreitet.

Diese Gebäude tragen die für schottische Whisky-Brennereien typischen „Pagoden“ auf dem Dach, die dem Rauchabzug dienen. Als die ersten Brennereigebäude Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurden, war dieser Stil gerade modern. Bei späteren Bauten hat man diesen typischen Baustil dann beibehalten, wenn auch heute nur die wenigsten Brennereien noch selbst darren.

In der Etage unterhalb der Darrböden wird ein Feuer angezündet. Der Rauch des Feuers wird auf den Darrboden geleitet und sorgt mit seiner Wärme für das Stoppen des Keimungsprozesses sowie für eine Senkung des Wassergehalts der Gerste auf ca. 3-4%.

Das Feuer beziehungsweise sein Rauch sorgen auch für die Aromatisierung der Gerste und bestimmen damit den Charakter des späteren Destillats. Je nach dem, ob mit Holz oder Torf oder einer Mischung aus beidem befeuert wird, entsteht ein eher rauchiger oder eben ein kräftiger torfiger Whisky. Bei ungetorftem Whisky wird mit indirekter Hitze gearbeitet und dann meist auch mit Kohlefeuer, dessen Rauch durch die starke Entwicklung von CO2 nicht auf die Gerste gelangen darf.

Dann folgt der nächste Schritt, das Maischen.

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