SMWS & SSMC

Scotch Malt Whisky Society (SMWS)

Die Scotch Malt Whisky Society wurde Anfang der 1980er Jahre von Whisky-Enthusiasten gegründet, die sich Fässer bei Destillerien kauften, um daraus ungefilterte Einzelfassabfüllungen unter die Leute zu bringen. Das allerdings nicht in Form eines unabhängigen Abfüllers, sondern als Club, bei dem nur die Mitglieder Flaschen erwerben dürfen. Heute hat die Society mit Sitz in Edinburgh-Leith über 20.000 Mitglieder und füllt rund 150 Fässer pro Jahr ab. Ein einzigartiges Code-System nennt statt den Destillerienamen eine Nummer, z.B. 08.15, wobei die erste Zahl für die Destillerie (in diesem Fall Tamdhu :)), die zweite für die Fassnummer steht. Mitglieder bekommen eine Code-Liste und eine Karte, mit der sie die Nummern entschlüsseln können. Die Mitgliedschaft kostet derzeit 110 € im ersten Jahr, worin ein Willkommenspaket mit Samples und ein Abo der Clubzeitschrift enthalten sind, Jedes weitere Jahr kostet 60 €, wobei für jede im letzten Jahr gekauft Flasche 5 € abgezogen werden. Wem das zu teuer ist, der kann auch eine digitale Mitgliedschaft für 25 € im Jahr erwerben, die kein Willkommenspaket und keine Rabatte enthält.

Scotch Single Malt Circle (SSMC)

Der Scotch Single Malt Circle von Bill & Maggie Miller ist quasi die deutsche Antwort auf die SMWS, die zur Zeit dessen Gründung noch keine deutsche Vertretung hatte. Die beiden haben daraufhin einfach einen eigenen Club auf die Beide gestellt, der natürlich weniger Mitglieder hat und weniger Fäasser pro Jahr abfüllt, aber Quantität ist ja bekanntlich nicht gleich Qualität. Maggie Miller sucht jedes Fass persönlich aus und ihre Nase gehört für mich zu den besten in der Szene. Sie schaffte es immer wieder ganz besondere Fässer zu finden, die jede Originalabfüllung um Längen schlagen. Oft sind es ältere Bottlings um die 20 Jahre, die dann natürlich auch ihren Preis haben. Dafür ist die Mitgliedschaft mit 25 € im ersten Jahr und 12,50 € für die Folgejahre auch deutlich günstiger.

Beide Clubs sind auf vielen Whisky-Messen mit eigenen Ständen oder ihren regionalen Vertretern vor Ort. Dort können dann auch Nicht-Mitglieder die Abfüllungen probieren und so selbst entscheiden, welcher Club für sie der Richtige ist.